Fasten ist so viel mehr als Gesundheitsvorsorge, Entgiftung, Entschlackung und Gewichtsreduktion. Es ist auch viel mehr als der Verdauung eine Pause zu gönnen, zur Ruhe zu kommen, den inneren Kompass zu justieren und einen neuen Anfang zu machen. Fasten ist auch mehr, als die Seele baumeln zu lassen, sich geistig neu auszurichten und die eigene Kreativität zu entfesseln.
Aus der Bibel wissen wir, dass Fasten eine geistliche Übung ist, die unsere Verbindung mit der göttlichen Kraft erneuern und vertiefen kann. Diese Kraft kann uns unter bestimmten Bedingungen mächtiger machen, als wir uns vorstellen können. Doch welche Bedingungen sind das? Was erwartet Gott, um auf unser Fasten und Beten zu antworten? Und warum kann Fasten das Zünglein an der Waage sein, wenn es mit Gebeten allein nicht voran zu gehen scheint?
Fasten und Beten sind zwei mächtige spirituelle Disziplinen, die seit Jahrtausenden von Gläubigen praktiziert werden. Sie sind nicht nur persönliche Übungen, um den Geist zu stärken und den Körper zu reinigen, sondern haben in der Geschichte immer wieder ganze Völker gerettet und den Lauf der Geschichte verändert.

Besonders in der Bibel finden wir beeindruckende Beispiele, wie Fasten und Gebet zusammenwirken, um Gottes Eingreifen zu bewirken. Doch was ist der Unterschied zwischen reinem Fasten und Fasten mit Gebet? Und hat diese Praxis auch heute noch Relevanz? Dieser Artikel geht diesen Fragen nach und zeigt, wie wir Fasten und Beten in unserer modernen Welt umsetzen können.
„Wenn du aber fastest, ... ... und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten.“Matthäus 6:17-18
Biblische Beispiele: Wie Fasten mit Gebet die Geschichte verändert hat
1. Esther – Rettung des jüdischen Volkes
Die Geschichte von Esther ist eines der bekanntesten Beispiele dafür, wie Fasten und und Beten ein ganzes Volk retteten. Als das jüdische Volk im persischen Reich vom Untergang bedroht war, rief Königin Esther alle Juden zu einem dreitägigen Fasten auf (Esther 4,16). Die Juden fasteten unter der Führung von Mordechai in Susan, während Esther selbst mit ihren Mägden am Königshof fastete. Danach trat sie mutig vor den König, um für ihr Volk einzutreten.
Das Ergebnis war überwältigend: Gott bewirkte eine Wendung, der König änderte seine Ansichten und seine Politik – und die Juden wurden gerettet. Hier sehen wir, wie Fasten und Gebet zusammenwirken, um Gottes Plan zu ermöglichen.
2. Jona – Die Rettung Ninives
Die Stadt Ninive war für ihre Sünde bekannt, und Gott beabsichtigte, sie zu vernichten. Zuvor sandte er den Propheten Jona, um sie zur Umkehr aufzurufen. Als Jona schließlich in Ninive predigte, reagierten die Einwohner der Stadt mit Fasten und Buße – sogar der König legte sein königliches Gewand ab und setzte sich in Sack und Asche (Jona 3,5-10).
Ihr Fasten war von aufrichtigem Gebet und Reue begleitet, und Gott verschonte die Stadt. Dies zeigt, wie kollektives Fasten und Gebet sogar eine ganze Nation vor dem Untergang bewahren können.
3. Daniel – Prophetische Einsicht und Befreiung
Daniel fastete und betete intensiv, um Gottes Willen für sein Volk zu verstehen (Daniel 9,3). Während dieser Zeit erhielt er prophetische Offenbarungen, die nicht nur für ihn, sondern für das gesamte Volk Israel von Bedeutung waren.
Sein Fasten war kein Selbstzweck, sondern ein Mittel, um Gottes Stimme klarer zu hören und seine Pläne zu erkennen.
4. Josafat – Rettung durch Fasten und Gebet in der Schlacht
Die Geschichte von König Josafat in 2. Chronik 20 ist ein weiteres beeindruckendes Beispiel dafür, wie Fasten und Gebet eine Nation retten können. Als Josafat erfuhr, dass eine gewaltige Armee gegen Juda heranzog, reagierte er nicht mit militärischen Strategien, sondern mit geistlichen Mitteln. Er rief das ganze Volk Juda zu einem Fasten auf (2. Chronik 20,3). Zusammen versammelten sie sich im Tempel, um Gott um Hilfe zu bitten. Josafat betete in Demut und erinnerte Gott an seine Verheißungen.
Gottes Antwort war überwältigend: Durch den Propheten Jahasiel gab Gott dem Volk die Zusage, dass sie nicht kämpfen müssten, sondern still zusehen sollten, wie Gott für sie streitet (2. Chronik 20,17). Als sie am nächsten Tag in die Schlacht zogen, stellten sie Sänger an die Spitze des Heeres, die Gott lobten. Und tatsächlich: Gott verwirrte die feindlichen Armeen, sodass sie sich gegenseitig angriffen. Juda musste nicht einmal kämpfen – der Sieg war ein reines Wunder Gottes.
Diese Geschichte zeigt, wie Fasten mit Gebet nicht nur persönliche, sondern auch nationale Krisen lösen kann. Josafat vertraute nicht auf seine eigene Stärke, sondern suchte Gottes Führung durch Fasten und Beten – und erlebte dadurch eine übernatürliche Rettung.
Der Unterschied zwischen reinem Fasten und „Fasten mit Gebet“
Die Geschichten aus der Bibel sind kraftvolle Beispiele dafür, wie Gott auf das Fasten und Beten einzelner Menschen und ganzer Völker reagiert. Das soll uns ermutigen, in schwierigen Zeiten auf diese geistlichen Disziplinen zu setzen. Doch was unterscheidet das biblische Fasten vom herkömmlichen Fasten, also dem reinen Verzicht auf Nahrung?
Fasten allein kann körperliche und geistige Vorteile haben – es reinigt den Körper, schärft den Geist und stärkt die Disziplin. Doch in der Bibel wird Fasten oft mit Gebet kombiniert, und das aus gutem Grund:
- Fasten mit Gebet richtet den Fokus auf Gott: Während Fasten allein eine körperliche Übung sein kann, lenkt das Gebet unsere Aufmerksamkeit von uns weg auf unseren Schöpfer, den allwissenden Gott, den Herrscher über das gesamte Universum. Es ist eine Form der Hingabe und des Verzichts, um sich ganz weit für Gottes Willen zu öffnen.
- Es schafft geistliche Empfänglichkeit: Durch das Fasten wird der Körper gedemütigt, und durch das Gebet wird der Geist geöffnet. Zusammen schaffen sie eine Atmosphäre, in der wir Gottes Stimme besser hören können.
- Es hat eine geistliche Kraft: Die Bibel zeigt, dass Fasten und Gebet zusammen eine besondere geistliche Kraft freisetzen. In Markus 9,29 sagt Jesus, dass bestimmte Dämonen nur durch Gebet und Fasten ausgetrieben werden können.
Was will Gott?
Dein Wille geschehe. Wenn wir für etwas beten, was innerhalb des Willens Gottes liegt, werden unsere Gebete erhört. Für etwas, das außerhalb des Willens Gottes liegt, gibt es keinen Weg, egal wie viel wir dafür beten. Gott lässt sich nicht manipulieren. Manches, wofür wir beten, was offensichtlich innerhalb des Willens Gottes liegt, scheint Gott trotzdem zu ignorieren. Hier kommt das Fasten ins Spiel.
In dem Buch „Die Waffe des Fastens und Betens“ beschreibt Derek Prince es so:
… Fortsetzung folgt in Kürze …
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